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Schlagwort: Georg Meinecke

1. Wenn Sie Ihren Angehörigen in der Klinik, auf der Intensivstation, im Pflegeheim oder in häuslicher Umgebung besuchen und sich ihm nähern, bleiben Sie bitte stets gewahr, dass Ihr Angehöriger ein Mensch ist, der, solange er lebt, empfindsam ist gegenüber alledem, was mit ihm gemacht wird und was andere über ihn reden mögen. 2. Gestalten Sie Ihren Umgang mit Ihrem Angehörigen so, dass Sie sich versichern, ihn nicht geschmerzt, verletzt oder gar gekränkt zu haben, das heißt
  • seien Sie möglichst einfühlsam, behutsam und liebevoll. Dies fördert das notwendige Vertrauen.
  • Vermeiden Sie ein Kneifen, Necken oder unangenehmes Stimulieren.
  • Machen Sie keine herablassenden Bemerkungen am Krankenbett; versuchen Sie auch zu vermeiden, dass andere dies tun.
  • Versuchen Sie Ihren Angehörigen nicht mit Ihren Sorgen und Angstgefühlen zu belasten. Sprechen Sie statt dessen vorher mit anderen Menschen, Schwestern oder Ärzten, die bereit sind Sie anzuhören und zu entlasten, bevor Sie einen Besuch machen. Versuchen Sie gefaßt und optimistisch zu wirken, indem Sie in jeder Situation die positiven Momente hervorheben und beachten.
  • Begegnen Sie Ihrem Angehörigen mit warmen, positiven Gefühlen auch dann, wenn Sie sich nicht sicher sind, oder daran zweifeln, dass sie gespürt werden.
  • Versuchen Sie, Ihrem Angehörigen positive Gefühle entgegenzubringen, indem Sie sich anregend, förderlich und nicht resignativ verhalten.
  • Versuchen Sie mit Ihrem Angehörigen wieder in einen engen, liebevollen Kontakt zu kommen und ihm dabei Angebote zum Dialog zu machen.
3. Bringen Sie viel innere Kraft, Geduld und Ausdauer mit, vor allem aber viel Zeit. Freuen Sie sich, dass Sie sich über jeden kleinen Fortschritt und darüber, zusammen sein zu können. Auszug aus der Angehörigen-Broschüre von Prof. A. Zieger

Wichtige Signale

Stellen Sie auf den Nachtisch des Patienten ein großes Bild, dass ihn im Kreise seiner Lieben zeigt. Damit signalieren Sie den Ärzten und Pflegenden, daß ihr Angehöriger nicht allein ist, sehr vermißt und geschätzt wird. Außerdem ist es eine klare Zielvorgabe, daß der Patient wieder in sein gewohntes Leben zurückkehren soll. Dort wo es gestattet ist, sind auch frische Blumen ein solches Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit.
Download Informationen und Hinweise für Angehörige von Schädel-Hirn-Verletzten und Menschen im Koma und Wachkoma von Prof. Andreas Zieger

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